Fachkräftemangel – Warum er Gastronomie und Hotellerie so hart trifft

 Fachkräftemangel Gastronomie | GVO Personal

In den letzten Jahren hat sich der Fachkräftemangel zunehmend zu einem kritischen Problem entwickelt, das nicht mehr nur einige wenige Branchen betrifft. Sogar in der von der Bundesagentur für Arbeit geführten Liste der betroffenen Branchen sind die Hotellerie und die Gastronomie inzwischen prominent vertreten. Mit einem spürbaren Personalmangel konfrontiert, stehen diese Bereiche vor drängenden Fragen: Woher stammt dieser Mangel an Fachkräften und wie kann er effektiv bekämpft werden?
 

Woher kommt der Fachkräftemangel in der Gastronomie und Hotellerie?

Nachdem in der Pandemie etwa jeder vierte Arbeitsplatz in der Branche gestrichen wurde, ist das jetzige Beschäftigungsniveau in manchen Bundesländern zwar beinahe wieder auf dem Vorniveau, aber selbst vor der Pandemie war die Branche von einer chronischen Unterbesetzung geplagt. Die Ursachen für den Personalmangel sind vielfältig:

 

Demografischer Wandel

Geburtenstarke Jahrgänge scheiden in den letzten Jahren zunehmend aus dem Arbeitsleben aus. Nachrückende geburtenschwache Jahrgänge können die Lücke schon rein zahlenmäßig nicht ausfüllen.

 

Personalabwanderung

Während der Pandemie sind nicht nur viele erfahrene Babyboomer:innen in Rente gegangen, viele haben sich gezwungenermaßen nach Jobs in anderen Branchen umgeschaut und sind nun dort „kleben“ geblieben. Bessere Arbeitszeiten und Konditionen haben bei vielen für ein Umdenken gesorgt. Dadurch ist nicht nur Manpower, sondern auch Erfahrung verloren gegangen, die nun nicht mehr zurückkehrt. So weit, so gut und eigentlich wenig überraschend. Aber der Personalmangel wäre selbst dann akut, wenn alle wieder in ihren alten Job zurückkehren würden. Die Personalabwanderung allein erklärt den Personalmangel also auch nicht vollständig.

 

Einstellungsstopp

Ein weiterer Faktor, der sich bis in die Gegenwart zieht, ist der Einstellungsstopp, der während der Pandemie stattgefunden hat. Gerade in einer Branche, die ohnehin von einer hohen Fluktuation betroffen ist, ziehen sich die Effekte eines Einstellungsstopps noch lange in die Zukunft. Es fehlen also nicht nur jene, die in andere Branchen abgewandert sind, es fehlen heute vor allem jene, die während dieser Phase nicht eingestellt bzw. ausgebildet wurden.

Damit nicht genug, sitzt das Hauptproblem noch tiefer und unterstreicht damit die strukturellen Schwierigkeiten der Branche.

 

Die Hauptursache für das ausbleibende Interesse an der Gastronomie und Hotellerie

Der Hauptgrund für den Personalmangel, den auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hervorhebt, sind die Arbeitsbedingungen.

  • Schichtarbeit
  • Wochenendarbeit
  • lange Arbeitszeiten
  • Stress
  • viel Kundenkontakt (emotionale Belastung)
  • Angst vor saisonalen Schwankungen
  • niedrige Bezahlung
  • Jobunsicherheit (gerade nachdem man gesehen hat, was eine Pandemie in der Gastronomie anrichtet)

Gründe, die viele dazu bewegen, doch eher in anderen Branchen zu bleiben oder dort Fuß zu fassen. Neben den Arbeitsbedingungen sind es auch fehlende Aufstiegsmöglichkeiten, die vor allem junges Personal von einer Karriere in der Gastronomie abhalten. Anja Piel vom DGB bringt es auf den Punkt: „Wer also Fachkräfte gewinnen will, muss ihnen mehr bieten. Sonst werden sich Engpässe weiter verschärfen.“

 

Wie viele Fachkräfte fehlen in der Gastronomie?

Laut der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 33.160 offene Stellen in der Gastronomie und Hotellerie. Vertreter der Branche gehen allerdings von einem höheren Bedarf an Personal aus, da nicht jeder Betrieb alle offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit meldet. Laut Branchenverband DEHOGA fehlen zurzeit sogar mehr als 65.000 Mitarbeiter in der Branche.

 

Wer sind die Fachkräfte in der Gastronomie und Hotellerie?

Die Fachkräfte dieser Branchen sind das Personal, das die branchenspezifischen Geschäftsbereiche abdeckt. Das heißt Hotelfachfrauen und -männer, Köche, Hotelmanager:innen, aber auch Kellner:innen, Fachwirt:innen, Housekeeper:innen und Konditor:innen. Die Einsatzbereiche sind äußerst vielfältig und sobald ein Bereich ins Stocken gerät, spürt man es überall. Umso wichtiger ist die Fachkompetenz. Denn die Gastronomie ist ein großes Zahnrad, in dem alles eng verzahnt ist. Genau deshalb trifft der Fachkräftemangel die Branche so hart.

 

Wo sind die Gastronomie Fachkräfte jetzt?

Während der Pandemie sind viele Fachkräfte aus der Gastronomie in Testzentren, Lieferdienstleistungsunternehmen, in die Transportbranche oder den Einzelhandel gewechselt. Andere sind in der Industrie, in Call-Centern oder sogar im Ausland gelandet.

Aufgrund der Arbeitsbedingungen in der Gastronomie kommen viele nicht mehr zurück und daran wird sich erstmal nichts ändern. Gerade deshalb ist die Unterstützung durch Personaldienstleister wie GVO Personal so hoch im Kurs. Arbeitgeber bekommen schnell und bedarfsgerecht gutes Personal.

 

Welche Auswirkungen hat der Fachkräftemangel auf die Gastronomie?

Das Hauptproblem ist recht einfach. Wenn eine Nachfrage besteht, aber nicht genug Personal vorhanden ist, um der Nachfrage gerecht zu werden, dann kann man zwar versuchen sein Bestes zu geben, aber der Punkt der maximalen Auslastung ist auch bei Rekordüberstunden irgendwann erreicht. Am Ende führt es entweder zu unzufriedener Kundschaft oder aber zur Ablehnung weiterer Gäste. Beides ist schlecht fürs Geschäft. Langfristig kann sich kein Betrieb halten, wenn das Personal fehlt.

Die Folgen des Fachkräftemangels in der Gastronomie lassen sich lokal gut beobachten, wenn etwa weitere Ruhetage oder kürzere Öffnungszeiten eingeführt werden. Ein Wandel zu kreativen praktischen Lösungen lässt sich ebenfalls häufiger beobachten, wenn etwa die Speisekarte stark reduziert oder auf Selbstbedienungsmodelle umgestellt wird.

Auch die Zulieferer bekommen es zu spüren, wenn weniger Bestellungen eingehen, weil etwa die Speisekarte auf wenige Gerichte konzentriert wird. Entsprechend müssen auch diese sich wirtschaftlich umstellen. Wohin das führt, werden wir auch in den kommenden Jahren noch sehen. Einfacher wird die Situation dadurch für niemanden in der Gastronomie.

 

Welche Lösungsansätze gibt es, um dem Personalmangel in der Gastronomie entgegenzuwirken?

Eine bewährte Möglichkeit, dem Personalmangel zu begegnen, ist die Zusammenarbeit mit Personalvermittlungsunternehmen wie GVO Personal. Angesichts des Expertenmangels ist es schwer, diesen in kürzester Zeit zu beheben. Deshalb setzen immer mehr Arbeitgeber über kurz oder lang auf Arbeitnehmerüberlassung und Zeitarbeitsmodelle.

Dank Personaldienstleistern wie GVO Personal wird Personal bedarfsgerecht eingesetzt, was Unternehmen eine Menge Aufwand und Kopfschmerzen erspart Der Expertenmangel wird so durch erhöhten Personaleinsatz kompensiert, während das gesamte Recruiting ausgelagert wird. Dies bietet Sicherheit und Flexibilität.

Langfristige Partnerschaften mit GVO Personal ermöglichen Unternehmen, sich besser aufeinander einstzustellen. Dies führt dazu, dass bereits beim Recruiting die Bedürfnisse des Kunden besser berücksichtigt werden.  Der Effekt einer starken Bindung ermöglicht Unternehmen oft, ohne zusätzlichen Aufwand qualifizierte Vollzeitkräfte zu gewinnen.

Ein weiteres Argument für die Nutzung von Arbeitnehmerüberlassung ist die Kostenkontrolle. Unternehmen müssen sich keine Gedanken über unerwartet hohe Personalkosten machen. Dies ist besonders wertvoll, wenn sich die Geschäftslage aufgrund äußerer Umstände plötzlich verschlechtert. Dieser finanzielle Spielraum ist besonders wichtig, angesichts der anhaltenden Belastung durch steigende Energie- und Lebensmittelkosten.

Sicherheit und Flexibilität sind nicht nur für Unternehmen von Bedeutung, sondern auch für Fachkräfte in der Gastronomie. Deshalb wenden sich auch immer mehr Fachkräfte an Personaldienstleister, die Stellen und Kandidat:innen vermitteln.

Durch GVO Personal finden diese Fachkräfte ihren Platz in Ihrem Unternehmen.

Wenn auch Sie händeringend nach Personal suchen, sollte Sie keine Zeit verlieren! Treten Sie in Kontakt mit GVO Personal, und wir werden zweifellos eine passende Lösung für Sie und Ihr Unternehmen finden.