Archive > November 2009

Leihkellner und Leihköche

admin » 15 November 2009 » In Artikel, Events » No Comments

Drittens erweist sich die Erhöhung der Flexibilität - neben der Reduzierung von Risiken und Personalkosten - als ein wesentliches strategisches Motiv der Nutzung von Zeitarbeit. Der Einsatz von Zeitarbeit ermöglicht es, just in time sowohl die quantitative als auch qualitative Flexibilität zu erhöhen. Der Einfluss von Flexibilitätsstrategien durch den Einsatz von Zeitar-beit auf den ökonomischen Erfolg stellt einen weiteren Untersuchungsbereich der Arbeit dar. Insgesamt wurden sieben Haupt- und dreizehn Unterhypothesen mit Bezug auf das Erfolgs-modell in der Hotellerie herausgearbeitet.
Zur Untersuchung der Hypothesen sind dann über tausend Ansprechpartner aus der Hotellerie generiert worden. Diese wurden anschließend mittels einer personenbezogenen E-Mail zur Teilnahme an der Befragung gebeten. Die auf diese Weise gewonnen Daten wurden mit Hilfe der linearen Regressionsanalyse ausgewertet und die Hypothesen entsprechend der Ergebnisse beurteilt.
Die Hypothesen wurden durch die Daten zu mehr als zwei Drittel gestützt, da signifikant posi-tive Effekte festgestellt werden konnten. Neben den Personal- und Transaktionskostensen-kungsstrategien konnten vor allem die Flexibilisierungsstrategien die postulierte positive Wirkung unterstreichen. Bei den aus diesem Muster fallenden Strategien war die festgestellte Wirkung auf die Personalkostenquote insignifikant. Als Begründung hierfür kommt vor allem eine ineffiziente und wirkungslose Anwendung der Strategien in Betracht. Hier scheint noch Informationsbedarf zu bestehen, damit auch diese erfolgreich angewendet werden können. Die ebenfalls insignifikante Wirkung von Risikominimierungsstrategien zur Verlagerung von monotonen und gefährlichen Arbeiten ist voraussichtlich darauf zurückzuführen, dass sie ins-besondere in der Hotellerie zu wenig von Bedeutung sind. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass kaum gefährliche und monotone Arbeiten in der Hotellerie vorhanden sind. Daher kann mit einer Verlagerung auf das Zeitarbeitsunternehmen auch kaum eine positive Wirkung auf die Personalkostenquote erzielt werden. Demgegenüber konnte bei den Externaliserungsstra-tegien eine teilweise hohe positive Signifikanz auf die Personalkostenquote festgestellt wer-den. Die Ergebnisse der Arbeit geben für die Unternehmenspraxis Erkenntnisse - vor allem in zwei Bereichen: Zum einem wurde durch die systematische Untersuchung ein Überblick über die ökonomischen sinnvollen Strategien für den Einsatz von Zeitarbeit in der Hotellerie gege-ben. Zum anderen gibt die Stärke der ermittelten Erfolgszusammenhänge Hinweise auf den Grad der wirkungsvollen Anwendung. Die Untersuchung hat gezeigt, dass der strategische Einsatz von Zeitarbeitnehmern zum Teil noch nicht effizient zur Anwendung kommt, was zur Folge hat, dass sämtliche möglichen positiven Wirkungen nicht voll ausgeschöpft werden. Zeitarbeit kommt zwar schon in vielen Bereichen der Hotels zum Einsatz, aber eine strate-gisch fundierte Motivation ist dabei nicht überall zu erkennen. Richtig angewandt können aber enorme Wettbewerbsvorteile generiert werden. Einerseits durch die Senkung der Perso-nalkostenquote und anderseits durch die Verlagerung von Arbeitgeberrisiken sowie durch die Erhöhung der Angebotsflexibilität. Hier scheint noch großer Aufklärungsbedarf zu bestehen. Hinsichtlich der wachsenden Bedeutung der Zeitarbeit in der deutschen Hotellerie kann mit der Arbeit ein Teil gegen dieses Wissensdefizit geleistet werden.

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Agentur Messehostessen

admin » 10 November 2009 » In Allgemein » No Comments

Die in den vorangegangenen Abschnitten dargestellten Ausführungen vermitteln einen ersten Eindruck über die Beweggründe für den Einsatz von Zeitarbeit in der Hotellerie. Allerdings ist nur ein strategisch überlegter Einsatz, der alle Vorteilspotentiale nutzt, ökonomisch sinn-voll. Denn Zeitarbeitnehmer sind durch den Aufschlag des Zeitarbeitsunternehmens zunächst einmal pro Stunde bis zu hundert Prozent teuerer als ein regulärer Stammmitarbeiter.
Die Diplomarbeit verfolgt daher das Primärziel, die Strategien für den Einsatz von Zeitarbeit und ihre Erfolgswirkungen zu identifizieren und einer empirischen Untersuchung zu unterzie-hen. Zusammenfassend können daher zwei zentrale Fragestellungen der Arbeit formuliert werden:
1. Wie sehen ökonomisch vorteilhafte Strategien zum Einsatz von Zeitarbeit aus?
2. Wie stark ist ihre Erfolgswirkung?
Hierbei stellt der ökonomische Erfolg mit den Teilen Umsatz und Gewinn das klassische Fi-nalziel dar. Dieser wird wesentlich beeinflusst durch die vorgelagerten Ziele der Senkung der Personalkosten und die Steigerung der Angebotsflexibilität.
Im Rahmen der theoretischen Analyse der strategischen Potentiale der Zeitarbeit konnten so-dann drei zentrale Kategorien identifiziert werden.
Erstens ergeben sich durch den Einsatz von Zeitarbeit Kostensenkungspotentiale. Diese sind vor allem im Bereich der Personalkosten sowie den Transaktionskosten zu finden. Neben der Reduktion der Personalkosten durch niedrige Bruttolöhne und Personalzusatzkosten ist vor allem die Transformation fixer in variable Kosten strategisch bedeutsam. Außerdem kommt hinzu, dass durch den Einsatz von Zeitarbeit und die daraus entstehende Konkurrenz, Lohn-forderungen und andere Kosten verursachende Ansprüche der Stammbelegschaft gedämpft werden. Daneben können die im Zusammenhang mit den Arbeitsverhältnissen anfallenden Transaktionskosten gesenkt werden. Beispiele sind hiefür die Kosten für die Personalbeschaf-fung, -auswahl und -verwaltung sowie durch Konflikte verursachte Kosten. Im Rahmen der empirischen Untersuchung war daher der Frage nachzugehen, welchen Einfluss Kostensen-kungsstrategien durch den Einsatz von Zeitarbeit auf die Personalkostenquote haben.
Zweitens leistet der Einsatz von Zeitarbeit einen Beitrag zur Risikoreduzierung. Neben der Übertragung der Arbeitgeberrisiken ist dabei vor allem die Verlagerung risikobehafteter und monotoner Tätigkeiten auf das Fremdpersonal sowie die Auslastungssicherung der Stammbe-legschaft relevant. Außerdem kommt hinzu, dass der Einsatz von Zeitarbeit zur Vorbeugung von Betrug und Unterschlagung durch die Stammbelegschaft genutzt werden kann. Bei der empirischen Untersuchung war daher der Frage nachzugehen, welchen Einfluss Risikomini-mierungsstrategien durch den Einsatz von Zeitarbeit auf die Personalkostenquote und den ökonomischen Erfolg haben.

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Promoter müssen für die Promotion her!

admin » 08 November 2009 » In Allgemein » No Comments

In der Hotellerie herrscht eine labile Nachfrage, die zu differenziertem Arbeitsanfall, unter-schiedlichen Tages-, Wochen- und Jahresrhythmen und einem schwankenden Arbeitskräfte-bedarf führt. Im Personalmanagement der Hotellerie muss demzufolge mit Maßnahmen der Personaleinsatzflexibilisierung reagiert werden.
Die Arbeitnehmerüberlassung bietet dabei dem Unternehmen ein effektives und sicheres Mit-tel, die benötigte Personalstärke bedarfsorientiert anzupassen. Zeitarbeitnehmer stellen für das entleihende Hotel einen frei disponierbaren und beliebig einsetzbaren Personalstamm dar und ermöglicht dem Hotel hierdurch, seine Arbeitsnachfrage ohne zeitintensive und kostenauf-wendige Such- und Auswahlverfahren unmittelbar und bedarfsgerecht zu decken sowie die Einsätze von Arbeitstunden jederzeit zu beenden, ohne dabei durch Kündigungsvorschriften in der Handlungsfähigkeit eingeschränkt zu sein. Dadurch verliert ein Teil des Produktions-faktors Arbeit seinen quasi-fixen Charakter und wird zu einem variablen Kostenfaktor. In Zeiten der geringeren Nachfrage werden die Kosten für unproduktive Mitarbeiter eingespart. Daneben können durch die Externalisierung der Arbeitgeberpflichten, die im Zusammenhang mit den Arbeitsverhältnissen anfallenden Transaktionskosten gesenkt werden. Beispiele sind hiefür die Kosten für die Personalbeschaffung, -auswahl und -verwaltung. Insbesondere hin-sichtlich der hohen Fluktuation in der Hotellerie wird die Zeitarbeit zunehmend auch als ge-eignetes und effektives Mittel für die Rekrutierung der Stammmitarbeiter eingesetzt. Ab-schließend kann der Einsatz von Zeitarbeit einen Beitrag zur Risikoreduzierung leisten. Ne-ben der Übertragung der Arbeitgeberrisiken ist dabei vor allem die Verlagerung der Auslas-tungssicherung der Stammbelegschaft relevant.

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Hostessen und Promotion verwaltung

admin » 02 November 2009 » In Allgemein » No Comments

Im Rahmen moderner Arbeitsformen hat die Zeitarbeit  in der jüngsten Vergangenheit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Im Gegensatz zur schleppenden Beschäftigungsentwicklung expandiert die Zeitarbeitsbranche mit hohen Wachstumsraten. In vielen Einsatzbetrieben ist die Personaldienstleistung ein notwendiger und fester Bestandteil der Personalplanung geworden.
Aus verschiedenen Gründen sind Unternehmen Schwankungen im Auftragseingang und damit in ihrer Kapazitätsauslastung ausgesetzt. Neben Branchen-, Konjunktur- und Saison-schwankungen, ist es die technologische Veralterung von Produkten, Änderungen im Konsu-mentengeschmack oder die Abwanderung von Aufträgen an leistungsfähige Marktbegleiter. Diese Situation führt zu einem Zielkonflikt bei der Personalbedarfsplanung. Einerseits benö-tigt das Unternehmen jederzeit genügend Personalkapazitäten, um alle Kundenaufträge kurzfristig bedienen zu können, denn der entgangene Gewinn, durch die Ablehnung von Aufträgen, stellt Opportunitätskosten dar. Andererseits hat das Unternehmen unter Kostenoptimie-rungssicht das Bestreben, „Leerkosten“ in Form von ungenutzten Personalkapazitäten zu vermeiden. Dies auch deshalb, weil die Personalkosten in Deutschland vergleichsweise hoch sind und außerdem auch, da ein einmal aufgebauter Personalbestand wegen des restriktiven Kündigungsschutzgesetztes nur sehr langsam - und das zum Teil nur mit erheblichen Kosten - wieder reduziert werden kann.
Um diesem Zielkonflikt zu begegnen, suchen die Unternehmen nach Ansatzpunkten für eine Flexibilisierung ihrer Personalbestände. Dabei werden beispielsweise Personalkapazitäten, die an einer möglichen Maximalauslastung orientiert sind, nicht mehr selbst im Unternehmen vorgehalten, sondern an Zeitarbeitsunternehmen abgegeben.
Auch die deutsche Hotellerie befindet sich diesbezüglich im Wandel. In den letzten Jahren hat insbesondere die Zeitarbeit als atypische Beschäftigungsform an Bedeutung gewonnen. Der zunehmende nationale Wettbewerb, die zum Teil hohen Überkapazitäten, ein rezessionsbe-dingter Nachfragerückgang, sowie die zunehmend kurzfristigen Buchungen der Gäste, zwingen die Hotelbetriebe dazu, sämtliche Mittel der Effizienzoptimierung in der Wertschöp-fungskette auszuschöpfen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

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