Allgemeingültige Qualitätskriterien für Events

admin » 20 Mai 2009 » In Artikel »


Kaum ein Wort der Marketingsprache wird so häufig zitiert, wie die „Originalität“. Kein Produkt möchte auf das Zauberattribut verzichten. Alles muß „neu“, „originell“ oder „kreativ“ sein. Nicht verwunderlich, daß auch Eventagenturen mit „originellen“ Ideen werben. Im Rahmen von Events sei jedoch davor gewarnt, etwas „noch nie Dagewesenes“ krampfhaft herbeiführen zu wollen. Das Rad erfindet sich nicht neu. Viele Ideen entpuppen sich beim zweiten Hinsehen als alter Hut – jene Programmpunkte etwa, die als „originell“ gepriesen werden, weil sie das Publikum nicht kennt.
Wahre Originalität zeigt sich in der Neuartigkeit einer Inszenierung - in der unkonventionellen Zusammenführung an sich bekannter Komponenten – der Schachweltmeister Garry Kasparov schlägt aus Anlaß einer Firmensitzeröffnung gegen Mitarbeiter, Neu- und Altkunden des Eventauftraggebers eine Simultanpartei, oder ein„Zauberwürfel-Wettbewerb“ am Messestand weckt Erinnerungen an die Studienzeit.

Vorsichtig mit Sensationen! Die Sucht nach Neuartigem verschlingt nicht selten die übrigen Event-Qualitätskriterien. Zwar ist es wünschenswert, daß sich das Event vom bisher Erlebten der Zielgruppe abhebt – insbesondere dem Eventangebot des Wettbewerbs, aber bitte nicht mit der Brechstange.
Ein Geheimrezept zur Mixtur „originaler“ Events besteht im Blick über den eigenen Tellerrand und den der Zielgruppe sowie in der oben erwähnten unkonventionellen Verbindung bekannter Komponenten aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Letztlich scheidet sich an dieser Stelle die Spreu vom Weizen in der Gruppe der Eventagenturen. Hier das ausgewogene Verhältnis zu finden, zwischen Neuartigem und Zumutbaren, zwischen Passendem und Prätentiösem, zwischen Beanspruchendem und Ansprechendem ist die eigentliche Kunst.

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