Hostessen und Promotion verwaltung
Im Rahmen moderner Arbeitsformen hat die Zeitarbeit in der jüngsten Vergangenheit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Im Gegensatz zur schleppenden Beschäftigungsentwicklung expandiert die Zeitarbeitsbranche mit hohen Wachstumsraten. In vielen Einsatzbetrieben ist die Personaldienstleistung ein notwendiger und fester Bestandteil der Personalplanung geworden.
Aus verschiedenen Gründen sind Unternehmen Schwankungen im Auftragseingang und damit in ihrer Kapazitätsauslastung ausgesetzt. Neben Branchen-, Konjunktur- und Saison-schwankungen, ist es die technologische Veralterung von Produkten, Änderungen im Konsu-mentengeschmack oder die Abwanderung von Aufträgen an leistungsfähige Marktbegleiter. Diese Situation führt zu einem Zielkonflikt bei der Personalbedarfsplanung. Einerseits benö-tigt das Unternehmen jederzeit genügend Personalkapazitäten, um alle Kundenaufträge kurzfristig bedienen zu können, denn der entgangene Gewinn, durch die Ablehnung von Aufträgen, stellt Opportunitätskosten dar. Andererseits hat das Unternehmen unter Kostenoptimie-rungssicht das Bestreben, „Leerkosten“ in Form von ungenutzten Personalkapazitäten zu vermeiden. Dies auch deshalb, weil die Personalkosten in Deutschland vergleichsweise hoch sind und außerdem auch, da ein einmal aufgebauter Personalbestand wegen des restriktiven Kündigungsschutzgesetztes nur sehr langsam - und das zum Teil nur mit erheblichen Kosten - wieder reduziert werden kann.
Um diesem Zielkonflikt zu begegnen, suchen die Unternehmen nach Ansatzpunkten für eine Flexibilisierung ihrer Personalbestände. Dabei werden beispielsweise Personalkapazitäten, die an einer möglichen Maximalauslastung orientiert sind, nicht mehr selbst im Unternehmen vorgehalten, sondern an Zeitarbeitsunternehmen abgegeben.
Auch die deutsche Hotellerie befindet sich diesbezüglich im Wandel. In den letzten Jahren hat insbesondere die Zeitarbeit als atypische Beschäftigungsform an Bedeutung gewonnen. Der zunehmende nationale Wettbewerb, die zum Teil hohen Überkapazitäten, ein rezessionsbe-dingter Nachfragerückgang, sowie die zunehmend kurzfristigen Buchungen der Gäste, zwingen die Hotelbetriebe dazu, sämtliche Mittel der Effizienzoptimierung in der Wertschöp-fungskette auszuschöpfen, um im Wettbewerb bestehen zu können.